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Untrennbarkeit von Schulmedizin und Naturheilkunde

„Die Trennung von Schulmedizin und Naturheilkunde ist eigentlich nicht sinnvoll. Beides gehört zur Ganzheitlichkeit. Dieser Begriff ist aber für viele Menschen schwammig und schlecht fassbar und manchmal sogar negativ besetzt als zu esotherisch (wobei die Übersetzung von Esotherik – der innere Weg – ist. Und diesen gehen wir alle und wir wollen ihn alle möglichst gut gehen). Der Grad der Ganzheitlichkeit ist auch stark abhängig vom Therapeuten. Was lässt dieser in seiner therapeutischen und persönlichen Gedankenwelt alles zu? Welche Bereiche klammert der eine aus, der andere nicht? Wie beschränkt oder offen ist er in seiner Welt? Die „Ganzheitlichkeit“ ist also sehr erstrebenswert, aber gar nicht klar definiert und für einen Patienten oder Tierhalter daher zwangsläufig nur unklar zu fassen. Aus diesem Grund, und weil wir duale Herangehensweisen gewöhnt sind, bleiben wir auf diesen Seiten bei den (fälschlich trennenden) Begriffen Schulmedizin und Naturheilkunde."

Dr. med. vet. Matthias Warzecha

Schulmedizin

„Beim Zusammenstellen dieser Stichwortsammlung wurde mir wieder einmal bewusst, wie umfangreich die Möglichkeiten der Tiermedizin heute geworden sind, dass man sich bei so einer Aufzählung aber vielleicht auch erschrecken kann, weil man sich an die Apparatemedizin der Humanmedizin erinnert fühlt. Wir versuchen dabei bei unseren Patienten zunächst ohne die Apparate auszukommen. Sehen, Fühlen, Hören, Riechen und sich ein möglichst vollständiges Bild des gesamten Patienten machen, steht zunächst im Vordergrund. Und meist kann dann schon geholfen werden. Wenn das nicht ausreicht, stehen die weiteren naturheilkundlichen und schulmedizinischen Möglichkeiten zur Verfügung. Auch arbeiten wir mit hervorragenden Spezialisten auf verschiedenen Gebieten zusammen, zu denen im Zweifelsfall überwiesen werden kann."

Dr. med. vet. Matthias Warzecha

Allergietests

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Allgemeinuntersuchung (AU)

Eine allgemeine Untersuchung gehört fast immer dazu, wenn ein Tier vorgestellt wird. Sie ist neben der Aufnahme der Krankheits-Entstehungsgeschichte, der sogenannten Anamnese, die Grundlage für eine spätere Diagnosestellung und die darauf folgende Behandlung. Zur allgemeinen Untersuchung gehört eine Beurteilung von altersgemäßer Konstitution und Kondition mit Haarkleid, Haut, Augen, Ohren, Nase, Zähnen, Milchdrüsen bzw. Hoden, Lymphknoten u.a. Die AU ist sehr wichtig, da häufig Veränderungen gefunden werden, die den Menschen bisher noch nicht auffielen. Müssen bestimmte Organsysteme bei Auffälligkeiten eingehender untersucht werden, wie zum Beispiel die Bauchorgane, die Atemwege, das Herz-Kreislauf-System, die Maulhöhle oder die Ohren mittels eines Otoskops so gehört dies zur "Eingehenden Untersuchung einzelner Organsysteme".

Altersvorsorgeuntersuchung

Eine Altersvorsorgeuntersuchung besteht aus der Allgemeinuntersuchung und eingehenden Untersuchungen von Herz- und Kreislauf, Bauch- und Maulhöhle sowie weiteren auffälligen Bereichen. Eine Blutuntersuchung im Labor (s.d.) gehört dazu und besonders bei Katzen die Blutdruckmessung (s.d.). Bei manchen Tieren empfiehlt sich die Untersuchung eines lebenden Tropfen Blutes mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie (s.d.). Und manchmal benötigt man Ultraschall (s.d.) und/oder Röntgen (s.d.), um weitere wichtige Befunde zu erheben.

Aber warum überhaupt vorsorgen? Werden Tiere nicht einfach alt und sterben dann? Jeder, der Tiere hat und sich Gedanken über dieses Thema macht, weiß, dass es nicht so ist. Niemand stirbt "am Alter". Man stirbt an auftretenden Gesundheitsstörungen - einzelnen, wenn sie besonders gravierend sind - oder sonst irgendwann an Kombinationen von Gesundheitsstörungen. Man spricht daher auch von der Multimorbidität im Alter. Eine Definition von Alter (es gibt viele) ist sogar, der Beginn der Multimorbidität, also das Auftreten mehrerer oder vieler Gesundheitsstörungen. Das gilt für Tier und Mensch gleichermaßen.

Viele Gesundheitsstörungen (der ähnliche Begriff Krankheiten ist etwas eingeschränkter) haben die Tiere mit uns gemein. Kein Wunder, wenn wir doch zu 98-99 Prozent die gleiche DNA besitzen. Aber es gibt dennoch artspezifische Unterschiede. Ein Drittel der Herzinfarkte bei Menschen entstehen in Folge von parodontalen Erkrankungen, also Zahnbelägen mit Zahnfleischentzündungen im weitesten Sinne. Hunde und Katzen haben ebenfalls ernst zu nehmende Erkrankungen der Zähne und ihrer Umgebung. Sie bekommen selten Infarkte, aber trotzdem leben zahngesunde Tiere 2-3 Jahre länger und gesünder und schmerzfreier. Das ist nur ein Beispiel. Katzen bekommen im Alter häufig Nieren- oder/und Schilddrüsen- oder/und Herzprobleme. Wenn man diese rechtzeitig erkennt und behandelt, können Katzen in den meisten Fällen viele Jahre länger, gesünder und schmerzfreier leben. Hierzu bitte das Kapitel "Katzen - Nieren - TCVM" lesen. Die Folge der genannten Erkrankungen ist meist hoher Blutdruck, der in einem Teufelskreis zum Organversagen führen kann. Rechtzeitig erkannt und behandelt, geht es den Katzen wiederum viel besser. Hunde leiden oft unter Leberentzündungen (s. Lebersprechstunde), sie bekommen häufig Bauchspeicheldrüsenentzündungen und chronische Darmentzündungen (s. Darmsprechstunde). Manchmal sind sie allergisch bedingt. Manchmal bedingen sie sich gegenseitig und die erste Ursache ist nicht mehr zu ergründen.

Frühes Erkennen und Eingreifen hilft sehr. Vorbeugende Mittel sind ebenfalls hilfreich und können eine Kaskade von Folgeleid verhindern. Hunde bekommen leider häufig Tumoren (s. d.). Manche gutartigen Tumore verändern sich nicht, sondern wachsen nur, z.B. Lipome. Manche Tumore entwickeln sich über Zeiträume in Richtung Bösartigkeit. Man spricht hier von der Progression der Tumore. Besonders bei der Altersvorsorge ist es also eine wichtige Aufgabe, Tumoren möglichst frühzeitig zu erkennen und ihre Bedeutung, soweit möglich, einzuschätzen. Oft ist eine frühe Operation richtig und wichtig. Manchmal ist sie auch nicht sinnvoll. Das gilt es abzuwägen. Immer ist ein begleitendes naturheilkundliches Unterstützungsprogramm (ohne negative Nebenwirkungen) sinnvoll, um den Organismus stärker und wachsamer zu machen und den Tumor zu schwächen. Hunde, Katzen und andere Tiere leiden oft unter Gelenk- und Wirbelsäulenproblemen. Arthrosen stehen hier an vorderer Stelle. Bei der Katze ist dies gar nicht so bekannt. Aber 90 Prozent der Katzen über 12 Jahre leiden an Arthrosen. Und einige unerklärliche Symptome lassen sich hierauf zurückführen. Dies rechtzeitig zu erkennen und dem vorzubeugen ist eine sehr wichtige Aufgabe für Tierhalter und Tierarzt. So kann man viel Schmerz und vor allem ein Fortschreiten der Prozesse verhindern oder zumindest verlangsamen und erträglich machen. Viele andere Gesundheitsstörungen und Erkrankungen können vom kundigen Tierarzt früh entdeckt und dann viel erfolgreicher behandelt werden, als wenn sie spät und schon ganz offensichtlich mit leidvollen Symptomen entdeckt werden. Andere, hier nicht erwähnte Tierarten haben ähnliche und auch wieder ganz andere, oft haltungsbedingte Gesundheitsstörungen im Alter. Hierzu finden Sie auf den jeweiligen Seiten mehr.

Manch Leser wird jetzt meinen, oh, so viel können die Tiere bekommen - da ist man ja sowieso machtlos und überhaupt - früher haben die Tiere auch überlebt ... und vermutlich ist alles viel zu teuer ... Dreimal Falsch.

  1. Heute sind viele Erkrankungen erzüchtet und/oder durch die moderne Umwelt bedingt. Viele Erkrankungen gab es früher nicht oder nicht in dem heutigen Ausmaß.
  2. Man ist nicht machtlos. Der erfahrene Tierarzt bzw. die erfahrene Tierärztin hat tausende alter Tiere untersucht und die Untersuchung ist rechte Routine. Meist (leider nicht immer) findet man binnen kurzem die Gesundheitsstörung(en). Und auch die Behandlungskonzepte, die meist naturheilkundlich-schulmedizinisch aussehen, tun ihre Arbeit. Sie tun sie umso besser, je früher man eingreift.
  3. Die Kosten sind bei vielen Erkrankungen geringer, als viele Menschen denken. Manchmal ist es hundertmal besser, nur wenig und einem schmalen Budget angepasst zu unterstützen, als gar nichts zu unternehmen. Diese Einführung soll deutlich machen, dass Altersvorsorge wirklich wichtig ist - durch Untersuchungen und durch vorsorgende Mittelgaben. Und hier noch ein letztes Wort an diejenigen, die meinen, dass es zu spät ist. Die es sozusagen verschlampt haben, früher zu kommen.

Oft kann man auch in späteren Stadien noch helfen und ein besseres Leben für die Tiere erreichen. Ich denke da zum Beispiel an einen der letzten Fälle (2/18): Die stark riechende Hündin Maja mit vielen gammeligen Zähnen und herauseiternden Zahnwurzeln und großem entzündetem Tumor in der Lefze. Die Zähne sind raus, der Tumor ist weg und war gutartig - alle Wunden sind geheilt und der 12-jährige Hund ist froh und munter, hat ein perfektes Blutbild und lebt vielleicht noch 4-5 schmerzfreie, frohe Jahre. Niemand braucht sich zu schämen, wenn er dann doch kommt - Menschen machen Fehler - aber handeln sollten wir schon.

Ankaufsuntersuchungen bei Papageien und anderen Vögeln

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Beratungen – Haltung, Ernährung, Zucht, Parasiten etc.

Als Tierärzte mit einigen Spezialisierungen beraten wir auf verschiedenen Gebieten. Von Haltung, Ernährung und Zucht verschiedener Tierarten über Beratungen zu Impfungen und Wurmmanagement bei Einzeltieren und Tiergruppen (z.B. zum Wurm- und Weidemanagement in Pferdegruppen) zu den naturheilkundlichen Therapien bei chronischen Gesundheitsstörungen und Tumorerkrankungen und vielem mehr. Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wenn sie eine ausführliche Beratung wünschen.

Bestandsbetreuung von Vogelbeständen – Wildparks, Zoos, Falknerei, kommerzielle und private Züchter, Rassegeflügel, Brief- und Rassetauben

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Blutdruckmessung

Seit einigen Jahren gibt es die HDO(High Definition Oscillometrie)-Blutdruckmessung. Endlich eine gut durchführbare und recht genaue Methode, die bei uns seither zur täglichen Routine gehört. Mit – je nach Tier – unterschiedlich großen Manschetten wird am Schwanz, an der Rute oder am Unterarm der Blutdruck gemessen. Ein Computer berechnet systolischen und diastolischen Druck. Mehrere Messungen ergeben dann ein verwertbares Bild. Besonders bei Katzen ist die Messung wichtig. Sie leiden oft unter Hochdruck. Dieser tritt meist bei den häufigen Nierenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktionen und Herzkrankheiten (v.a. hypertrophe Myokardiopathie) auf. Die Behandlung ist dann überlebenswichtig und kann sehr gut über die einfach durchzuführenden Messungen überprüft und angepasst werden.

Blutlabor

Wir haben mit einer modernen, umfangreichen Ausstattung viele Möglichkeiten zur Untersuchung von Blut, Serum und Plasma. Von der einfachen Hämatokritzentrifuge, über verschiedene Schnelltests bis hin zu den großen Geräten, mit denen man Blutchemie, Hämatologie, Blutgerinnung und Blutgruppen bei vielen Tierarten bestimmen kann.

Chirurgie

In unserer Praxis fallen nahezu täglich Operationen an. Von einfachen Verletzungen über kompliziertere Bissverletzunge, viele Tumoroperationen, Bauchhöhlenchirurgie sowie einige weitere bewährte Operationen (Ohren, Augen?). Wir operieren Hunde, Katzen, Vögel, Kaninchen und Meerschweinchen. Knochenchirurgische Eingriffe führen wir nicht durch.

Darmsprechstunde

60 Prozent des Immunsystems liegen im Verdauungstrakt. Immer mehr Erkenntnisse werden über das sogenannte "Bauchgehirn" und Verknüpfungen zwischen diesem und dem "Kopfgehirn" gewonnen. Die Bedeutung der Darmflora und die unterschiedlichen Auswirkungen ihrer Mitglieder (zumeist Bakterien) auf Stoffwechsel und Psyche wird immer klarer. Dies sind nur drei von vielen weiteren Gründen, um sich intensiver als üblich um den Darm, seine Bewohner und die anhängenden Organe zu kümmern. Beim Menschen gibt es heute die Möglichkeit, die Darmflora zum Beispiel beim sehr renommierten Labor BioVis aufschlüsseln zu lassen. Das sollte auch jeder Mensch machen lassen.

Auch bei Hund und Katze gibt es neuere Erkenntnisse, aber soweit ist man hier noch nicht. Wir wissen aber von den hier forschenden Texanern, dass zum Beispiel bei Hunden nach einer Behandlung mit einem Antibiotikum ein Drittel der Hunde recht schnell wieder eine stabile Darmflora entwickelt. Ein weiteres Drittel hat Mühe, entwickelt aber über viele Monate eine gute Flora. Das letzte Drittel schafft es dagegen nicht, wieder eine stabile und gesunde Darmflora zu entwickeln. Wie man heute weiß, kann das Folgen in allen Organen haben, z.B. Leber, Bauchspeicheldrüse, Lunge, Haut, Psyche ... (Die alten Chinesen sehen diese Zusammenhänge schon seit einigen tausend Jahren - siehe unter Akupunktur - und auch andere Richtungen der Naturheilkunde kennen solche Zusammenhänge schon sehr lange.)

Das sind alles gewichtige Gründe so wenig Antibiotika zu verabreichen, wie nur möglich. Und diese unbestrittenen Fakten führen unbeirrbar zu der Erkenntnis, dass nach jeder Gabe von Antibiotika ein Aufbau der Darmflora und des Milieus im Verdauungstrakt erfolgen sollte. In unserer Praxis beschäftigen wir uns seit mindestens 25 Jahren damit, wie man Antibiotika möglichst vermeiden kann. Und bei einigen Tierarten beschäftigen wir uns genauso lange mit den Möglichkeiten des Aufbaus nach einer Kur. Die aktuellen Erkenntnisse über die Darmflora der Hunde führen dazu, dass wir hier noch aktiver geworden sind. Informationen zu diesen Themen erhalten sie in der Praxis. Interessierte sollten hierzu auch unbedingt die Kapitel "Lebersprechstunde" und "Antibiotika-Therapie" lesen.

EKG

Dr. Warzecha arbeitete im Rahmen seiner Doktorarbeit über die Physiologie des Herzens. Es ging vornehmlich um Vögel, aber das Reizleitungssystem aller Tiere und des Menschen wurde von der Evolution recht universell, also ähnlich, eingerichtet. Eine Aufgabe bestand darin, bestimmte Unterschiede zwischen Säuger und Vogel darzustellen. Das Elektrokardiogramm war die Basis dieser Untersuchungen. Es wurde Anfang des letzten Jahrhunderts erfunden und hat bis heute seinen wichtigen Platz in der kardiologischen Diagnostik. Es ist eine schonungsvolle, nicht invasive Methode. Mit Hilfe von vier oder mehr Elektroden, die an der Hautoberfläche angebracht werden und Spannungsdifferenzen messen, ermittelt man zuverlässig den Ablauf des elektrischen Erregungsgeschehens am Herzen. Auf diese Weise erhält man Informationen über die Arbeit des Sinus- und des Atrioventrikularknotens, die Arbeit der Vorhöfe und der Hauptkammern, den Herzrhytmus insgesamt sowie die Verteilung der Muskelmassen und etwaige Veränderungen in den einzelnen Herzbereichen.

Endoskopie

Wir verfügen über ein starres, sehr feines Endoskop von Storz, ein Videootoskop und ein flexibles Atmoscope. Alle können digital auf dem Bildschirm verfolgt werden. Mit Hilfe dieser Geräte sind wir in der Lage Nasenspiegelungen bei Fremdkörperverdacht u.ä., Laryngoskopien, Tracheoskopien und bedingt Bronchoskopien durchzuführen. Ohren können gründlich untersucht werden. Bauchhöhlenspiegelungen sind möglich.

Gesundheits-Checkups (Erstellung individueller Profile)

Bei älteren Tieren nennt man das Altersvorsorgeuntersuchung (s.d.). Aber bei manchen Rassen ist es sinnvoll schon früher und manchmal auch regelmäßig Untersuchungen durchzuführen. Besonders bei Rassen, die gehäuft unter Erbkrankheiten leiden, wie bestimmte Katzen- oder Hunderassen. Oder bei Tierarten, die oft mit der Haltung Probleme haben, z.B. Papageien, Meerschweinchen, Kaninchen und Pferde. Letztendlich gehören zu der letzten Gruppe aber ebenfalls Katzen, Hunde und auch wir Menschen.

Das Leben in der Umwelt, die wir für uns und unsere Tiere nur bedingt ändern können, fordert seinen Tribut. Es steigt zwar bei uns und den Tieren das Durchschnittsalter. Vor allem, weil die Kinder-, Welpen-, Küken- etc. -Sterblichkeit stark gesunken ist, und weil die Tiere und wir viel seltener an Infektionskrankheiten sterben als früher. Gleichzeitig steigt aber die Zahl der chronisch kranken Tiere und Menschen. Viele leiden schon früh an "stillen chronischen Entzündungen", haben z.T. tierart- und rassetypisch unterschiedlich ausgeprägte Allergien, Autoimmunerkrankungen, Zahnerkrankungen, chronische Nieren-, Lunge-, Luftsack-, Leber-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, div. Gelenkerkrankungen, Tumorkrankheiten, etc. Und deshalb sollten Tierhalter und Tierarzt wachsam sein. Wachsam auch in der Beurteilung vermeintlich harmloser Symptome. So ist ein Checkup also aus vielen Gründen auch schon bei jüngeren Tieren zu empfehlen.

Haut/Ohren-Sprechstunde

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HD-Untersuchung

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Impfungen (einschließlich Rassegeflügel)

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Kastrationen und alternative Methoden zur Unterbindung der Fortpflanzung

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Kotuntersuchungen

Früher sagte man einfach: "Die Wurmkur ist doch billiger als die Kotprobenuntersuchung, mach man mal lieber die Kur, da sparst Du". Heute weiß die Naturheilkunde wie die Wissenschaft, die sich mit dem Darm beschäftigt, dass Wurmmittel auch Nebenwirkungen haben. So fanden Forscher in Texas u.a. heraus, dass harmlose bzw. nützliche Bakterien unter der Einwirkung von Wurmmitteln Toxine bilden können. So bilden harmlose Colibakterien plötzlich Listerientoxine. Allein das ist schon Grund genug, möglichst wenig Kuren zu geben.

Die große Gefahr der Bildung von Resistenzen ist ein weiterer Grund für die seltenere Gabe einer Wurmkur. Es gibt leider nur vier Wirkstoffgruppen und in den letzten Jahrzehnten ist keine hinzugekommen. Wir sind also auf die vorhandenen Mittel angewiesen. Bisher hat man Kotproben mit der sogenannten Flotationsmethode auf Wurmeier und Kokzidienoozysten untersucht. Zusätzlich gab es einen zuverlässigen Schnelltest, mit dem man auf Giardienoozysten untersuchte. Seit einigen Monaten (Stand 02.2018) gibt es eine noch genauere PCR-Untersuchung, den Endo-Check, mit der im Labor geringste DNA-Mengen der Würmer im Kot gefunden werden. Der Tierhalter sammelt die Probe, beschriftet sie sehr einfach und steckt sie selbst in den Briefkasten. Der Vorteil ist, die Methode ist sehr genau und sie erwischt gleichzeitig Spulwürmer, Hakenwürmer, Fadenwürmer und Giardien. Nachteile sind, dass der Endo-Check keine Kokzidien und keine Bandwürmer findet. Die älteren Methoden waren bei den Bandwürmern auch nicht zuverlässig.

Das führt beim Hund zu zwei grundsätzlich unterschiedlichen Vorgehensweisen, je nachdem, ob es sich um einen Hund handelt, der regelmäßig tote Tiere und Mäuse frisst, oder ob es sich um einen Hund handelt, der diese sicher verschmäht. Tiere aus der ersten Gruppe sollen weiterhin alle 3 Monate eine Wurmkur erhalten, die auch die Bandwürmer mit behandelt. Es gibt ja bekanntlich bei Ansteckung eine Lebensgefahr für den Menschen. Hunde aus der zweiten Gruppe brauchen bei negativer Kotprobe nicht behandelt zu werden. Allerdings untersucht man anfangs etwas häufiger, um sicher zu sein. Bei Welpen muss am Anfang behandelt werden, denn alle Welpen bekommen von ihren Müttern Spulwurmlarven über die Muttermilch. Später schaut man dann zu welcher Gruppe sie gehören.

Bei Katzen gibt es die zwei Gruppen ebenfalls. Die erste Gruppe wären die "Draußenkatzen". Die zweite Gruppe die "Drinnenkatzen". Auch Katzen erhalten die Würmer von ihren Müttern über die Muttermilch. Es gibt – zwar selten – Drinnenkatzen, die sehr lange Wurmträger bleiben, weil die Würmer gegen alle Wurmmittel resistent sind. Und weil die Wurmkur nie alle Stadien der Würmer erwischt. Immer können einige überleben und sich dann weiter entwickeln und vermehren. Daher sind bei Drinnen- und Draußenkatzen Kotuntersuchungen sinnvoll. Wenn bei Drinnenkatzen mehrere Untersuchungen hintereinander negativ verlaufen, untersucht man in immer größeren Abständen.

Bei Vögeln, Kaninchen, Meerschweinchen und Pferden sind Kotproben ebenfalls wichtig. Über Kotproben und Entwurmung von Pferden findet man in der Rubrik Pferde ein interessantes Extrakapitel.

Laboruntersuchungen in der eigenen Praxis - Blutuntersuchungen, Blutgasanalysen, Mikrobiologie, Kotproben (Parasiten)

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Lebersprechstunde

Ungewöhnlich, könnte man meinen, dem Organ Leber alleine eine Sprechstunde zuzugestehen. Aber es ist keineswegs ungewöhnlich, wenn man die folgenden Zeilen aufmerksam liest. 

Hunde leiden viel häufiger als andere Tiere und der Mensch an Lebererkrankungen. Im Vordergrund stehen Entzündungen (verschiedene Hepatitis-Formen). Das aktuelle Lehrbuch „Spezielle Pathologie für die Tiermedizin“ von W. Baumgärtner und A.D. Gruber (Enke 2015) beschreibt es auf S. 100 folgendermaßen: „Chronische Leberentzündungen ohne erkennbare Ursache kommen hauptsächlich beim Hund vor und sind meist idiopathisch (man weiß die Ursache nicht) bedingt. Differentialdiagnostisch sind folgende Ursachen zu bedenken: Autoimmunreaktionen, Intoxikationen, Medikamente, metabolische (stoffwechselbedingte) Erkrankungen, chronische Gallengangsobstruktionen, Infektionen unklarer Ätiologie (Herkunft). Es können fließende Übergänge zu einer Leberzirrhose bestehen.“ Die verschiedenen Formen der ätiologisch unklaren Hepatitis werden dann in einer beeindruckenden Tabelle aufgeführt. 

Die Erkenntnis, dass diese Erkrankungen eine derart große Bedeutung bei den Hunden haben, hat erst in allerjüngster Zeit Eingang in die allgemeine Praxis gefunden. Bessere Ultraschallgeräte (siehe dort) haben dazu beigetragen. Problematisch ist die Diagnostik aber trotzdem. Der Ultraschall kann recht gut Veränderungen sehen. Für die genaue Diagnose benötigt man jedoch die Biopsie mit nachfolgender Histologie. Blutwerte zeigen an, wenn Leberzellen oder Teile davon absterben. Bis vor kurzem sagte man, die Werte müssten doppelt so hoch wie die Norm sein, um relevant zu sein. Heute reagiert man schon, besonders bei bestimmten Hunderassen, wenn die Werte nur geringgradig erhöht sind. Es gibt zusätzlich sehr wichtige Funktionsparameter, die anzeigen, ob die Funktion der Leber eingeschränkt ist (die übrigen Werte zeigen das nicht an - siehe oben). Die Krux ist aber, dass diese Funktionsparameter erst erhöht sind, wenn bereits 70% der Leber nicht mehr funktionieren. Eine riesige Grauzone gibt es hier also.

Wir (und sicher auch andere Therapeuten) empfehlen in allen Zweifels- und Verdachtsfällen die Dunkelfeldmikroskopie nach Prof. Enderlein (siehe dort). Dieser beschrieb schon Anfang des letzten Jahrhunderts die Methode der Untersuchung eines lebenden Tropfen Blut im mikroskopischen Dunkelfeld. Er fand und beschrieb Veränderungen die sehr früh Einschränkungen der Leberfunktion anzeigen. Wir verwenden diese Methode seit 25 Jahren. Und finden daher schon lange diese große Bedeutung der belasteten Leber bei Hunden. Infolgedessen steht die Leberbehandlung und vorbeugende Unterstützung bei uns schon immer im Vordergrund. Die Diagnostik ist naturheilkundlich und schulmedizinisch (wenn man das trennen möchte). Die Behandlung beruht immer auf Phytotherapie, Homöopathie und Spagyrik sowie der Unterstützung und Auffüllung mit körpereigenen Stoffen. Die Leber entgiftet und versorgt den gesamten Organismus und so leidet der gesamte Organismus bei einer Störung. Und danach richtet sich die Therapie. - Es gibt also genügend Gründe, der Leber, besonders der Leber des Hundes, eine besondere Sprechstunde einzurichten ...

Die Trennung von Schulmedizin und Naturheilkunde ist eigentlich nicht sinnvoll. Beides gehört zur Ganzheitlichkeit. Dieser Begriff ist aber für viele Menschen schwammig und schlecht fassbar und manchmal sogar negativ besetzt als zu esotherisch etc.. (Wobei die Übersetzung von Esotherik - der innere Weg - ist. Und diesen gehen wir alle und wir wollen ihn alle möglichst gut gehen). Der Grad der Ganzheitlichkeit ist auch stark abhängig vom Therapeuten. Was lässt dieser in seiner therapeutischen und persönlichen Gedankenwelt alles zu? Welche Bereiche klammert der eine aus, der andere nicht? Wie beschränkt oder offen ist er in seiner Welt? Die „Ganzheitlichkeit“ ist also sehr erstrebenswert, aber gar nicht klar definiert und für einen Patienten oder Tierhalter daher zwangsläufig nur  unklar zu fassen. Aus diesem Grund und weil wir duale Herangehensweisen gewöhnt sind, bleiben wir auf diesen Seiten bei den (fälschlich trennenden) Begriffen Schulmedizin und Naturheilkunde. (Auf dieser Seite ist diese Erklärung entstanden, daher sei sie hier noch einmal wiederholt)

Warum ist gerade die Hundeleber so betroffen?    

Die Immunologie könnte vielleicht Teilantworten haben. Dies wäre dann schulmedizinisch und zugleich ganzheitlich. Hunde leben mit uns sehr eng zusammen. Sie dürfen daher möglichst keine Flöhe, Läuse, Würmer, Kokzidien, Pilze und Giardien, etc. haben. Diese sind aber seit Jahrmillionen Trainingspartner für das Immunsystem und fehlen nun. Man könnte einwenden, dem Menschen geht es doch genauso. Ja, natürlich - und wir kennen hier die deutlichen Unterschiede in z.B. der Allergiebereitschaft von „steril“ groß werdenden Kindern und Menschen, die sich regelmäßig im Kuhstall aufhalten. Aber der Mensch hatte ein paar Jahrtausende Zeit, sich an die Zivilisation zu gewöhnen. Der Hund vielleicht 70, vielleicht 100 Jahre. Auf dieses mangelhaft trainierte Immunsystem treffen nun seit 50-70 Jahren immer mehr neue, fremde Stoffe aus Umwelt und Nahrung, die es noch nie kennengelernt hat und für welche das Immunsystem und die Leber, die ja die Aufgabe der Entgiftung und Verstoffwechslung hat, gar keine Stoffwechselwege zur Verfügung haben. Dass dies in jedem Organismus, je nach Konstitution, Trainigsmöglichkeiten des Immunsystems, Art der Aufnahme zivilisatorischer Fremdstoffe und familiärer oder Rasse bedingter Disposition unterschiedliche Reaktionen mit zum Teil fatalen Konsequenzen zur Folge haben kann, ist nur allzu nachvollziehbar. Eine vorbeugende ständige oder kurweise Behandlung betroffener Hunde ist daher empfehlenswert. Über geeignete Mittel informieren wir für jeden Einzelfall in der Praxis.

Wenn man sich weiter darüber Gedanken macht „warum gerade der Hund?“, darf natürlich die enge Hund-Mensch Beziehung auf energetischen Ebenen nicht außer Acht gelassen werden. Die Anforderungen auf körperlicher, psychischer und seelischer Ebene an uns Menschen in dieser schnelllebigen und sich rasant verändernden Welt sind extrem. Und ich kenne niemanden, der das „so wegsteckt“. Hunde sind völlig auf uns angewiesen und bekommen die Folge erstens mit ab und wollen zweitens immer helfen - auf erkennbaren und nicht erkennbaren Ebenen. Sie sind eben nicht nur Helfer als Hüte-, Jagd-, Schutz-, Blinden-, etc. -Hunde. Jeder der einen Hund hat, weiß das. Nur, - dabei können sie sich auch übernehmen. Es sind dann einfach zu viele „Läuse, die über die Leber laufen“...

Dies ist ein interessantes Kapitel, mit dem man Bücher füllen könnte - und es ist unsere tägliche Aufgabe, diese Bereiche zu berücksichtigen und in die Behandlungen mit einfließen zu lassen.

Narkosen - Injektions- und Inhalationsnarkosen

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Operationen

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Röntgen (digitales System)

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Schnabelkorrektur

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Stationäre Aufnahme

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Tumorsprechstunde

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Ultraschall

Ultraschall ist ein schonendes bildgebendes Verfahren um Organe im Organismus zu sehen. Wir verfügen über eines der besten Ultraschallgeräte (Logic S7), die je gebaut wurden, um Bilder allerhöchster Qualität zu sehen. Dr. Warzecha belegte verschiedene Fortbildungskurse - u.a. den Jahres-Intensiv-Kurs bei Frau Dr. Jeniffer von Luckner (heute Prof. in Australien). Besonders wichtig ist die Sonographie für die Untersuchung der Bauchorgane, wie Harnwege, Milz, Leber, Verdauungstrakt, Geschlechtsorgane, etc. und z.B. der Trächtigkeitsuntersuchung.

Verhaltenstherapie beim Vogel – Übersteigerte Aggression, Rupfer, etc.

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Wundbehandlung

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Zahnheilkunde

Die Statistik sagt, dass zahngesunde Hunde und Katzen gesünder alt werden und 2-3 Jahre länger leben, als Tiere, die unter kranken Zähnen und krankem Zahnfleisch leiden. Dies ist ein leider sehr unterschätztes Thema. Viele Menschen schauen sich die Zähne ihrer Tiere nie an. Ein weiterer Hauptgrund für die jährliche Untersuchung älterer Tiere.

Wir arbeiten mit unseren Tierhaltern intensiv darauf hin, dass wir in fortgeschrittenen Fällen nur einmal eine gründliche Zahnreinigung + Parodontose-Prophylaxe plus evtl. Extraktion stark betroffener Zähne in Narkose durchführen. Danach sollte möglichst der Mensch zu Hause gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch erhalten. Dies gelingt mit einer häufigen, sanften Reinigung und der Anwendung naturheilkundlicher Präparate.

In Absprache sollten von den Zahnwurzeln, wie in der humanen Zahnmedizin Röntgenbilder gemacht werden. Rundum-Aufnahmen von allen (anfangs über 40) Zähnen werden für manche Tiere empfohlen und sind heute internationaler Standard in der Zahnmedizin der Tiere. Wir verfügen hierzu über die neueste digitale Zahnröntgen-Einheit von der Firma Scil. Die Kosten einer Röntgenuntersuchung sind übrigens niedriger als manch einer sie sich vorstellt. Wir beraten Sie gern.

 

Züchterberatung

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Tierärztliche Praxis
Dr. Matthias Warzecha
Hauptstraße 8, 23845 Oering
Fon +49 (0)4535 - 16 76
info@dr-warzecha.de

Sprechzeiten ohne Termin
Mo 16:00 - 19:00 Uhr
Di 16:00 - 18:00 Uhr
Do 16:00 - 18:00 Uhr
Fr 15:00 - 17:00 Uhr

Weitere Öffnungszeiten
Für Terminsprechstunden, Operationen, Abgabe von Untersuchungsmaterial, Verkauf von Futtermitteln etc.


Mo bis Fr 09:00 - 13:00 Uhr
Mo, Di, Do 15:00 - 16:00 Uhr
und tägl. nach Vereinbarung
Züchter nur mit Termin

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