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Kaninchen und Nager

Wir untersuchen und behandeln Kaninchen und Meerschweinchen, Ratten und Hamster ebenso wie alle anderen Tiere nach schulmedizinischen und ganzheitlichen Grundsätzen.

Kaninchen und Meerschweinchen reagieren zum Teil sogar intensiver als andere Tiere und der Mensch auf naturheilkundliche Therapien. Sehr oft behandeln wir diese Spezies daher mit Phytotherapie, Homöopathie und Spagyrik.

Wichtig ist, dass die kleinen und großen Besitzer auch selbst aufpassen. Regelmäßige Kontrollen der Zähne, des Haarkleides, des Ernährungszustandes, der Pfoten und Krallen und der Afterregion gehören dazu, wenn man so ein kleines Tier besitzt. Oft kommen die Tiere sehr spät in die Praxis. Also, liebe Eltern, bitte achten Sie mit auf diese Basics um größeres Elend zu vermeiden.

 

Kaninchen jetzt gegen Myxomatose und Chinaseuche impfen!

Zwei tödlich verlaufende Kaninchenkrankheiten, die Myxomatose sowie die Chinaseuche, haben sich in den letzten Jahren deutschlandweit stark ausgebreitet, so dass sie laut dem Bundesforschungsinstitut für Tierseuchen (FLI) nun auch in Schleswig-Holstein flächendeckend vorkommen. Es handelt sich um zwei Viruserkrankungen, gegen die es keine Therapie gibt und an der die Kaninchen in der Regel verenden.

Die Myxomatose wird durch ein kaninchenspezifisches Pockenvirus verursacht. Die Kaninchen infizieren sich entweder direkt durch engen Tierkontakt, viel häufiger ist allerdings die Übertragung durch Stechmücken. Das erklärt auch, dass auch Wohnungskaninchen betroffen sind, denn Mücken fliegen schließlich auch durch geöffnete Fenster in Kaninchenzimmer. Die Tiere bilden entweder feste Hautknötchen am gesamten Körper aus (trockene Form) oder erkranken an der ödematösen Form, bei der feuchte ödematöse Schwellungen vor allem am Maul, den Augen und den Genitalien auftreten.

Die Chinaseuche wird durch ein Calicivirus ausgelöst. Lange Zeit dominierte in Deutschland das sogenannte RHD-1-Virus, welches bei älteren Tieren zu inneren Verbluten führte. Jungtiere besaßen eine natürliche Resistenz. Seit einigen Jahren finden wir aber auch das aus Frankreich kommende RHD-2 Virus. Dieses unterscheidet sich von der ersten Variante insofern, als dass es auch Jungkaninchen und Hasen tödlich infiziert. Auch beide RHD-Varianten werden hauptsächlich durch Stechmücken übertragen, so dass wie bei der Myxomatose auch Wohnungstiere betroffen sind.

Wie bereits beschrieben sind für beide Krankheiten in Schleswig-Holstein steigende Erkrankungsfälle festzustellen, es gibt keine Therapie und sie verlaufen tödlich. Allerdings gibt es gut funktionierende Impfstoffe, die zuverlässig gegen beide Krankheiten schützen und auch vom FLI empfohlen werden.

 

Wir bieten Ihnen folgende Möglichkeit an:

Den besten Schutz erhalten die Kaninchen mit einer Kombination aus zwei Impfstoffen, die einmal im Jahr angewendet werden. Sie kommen einmal im Jahr mit Ihren Kaninchen in die Praxis, erhalten eine Allgemein-Untersuchung Ihrer Tiere, eine Zahnkontrolle sowie zwei Impfungen, die einen 99%igen Schutz vor Myxomatose, RHD1 und RHD2 bieten.

Der Vorteil dieser Impfstoffe ist die nur einmalige Applikation pro Jahr sowie der bessere Schutz gegenüber anderen Impfstoffen. Wir verwenden die Impfstoffe Filavacc und Nobivac Myxo+RHD

Seit Anfang 2020 gibt es einen neuen Impfstoff (Nobivac Myxo-RHD Plus), der in einer einzelnen Injektion gegen Myxomatose, sowie RHD1 und RHD2 für ein Jahr schützen soll. Diesen Impfstoff werden wir derzeit nicht in unserer Praxis anbieten. Für uns überwiegen derzeit die Nachteile: Die Wirksamkeit der RHD-Bestandteile der Impfung führen nicht zu einem vollständigen Impfschutz, wenn das Kaninchen vorher in seinem Leben bereits Kontakt zu Erregern von Myxomatose hatte, z.B. in Form einer vorhergegangenen Impfung oder einem Kontakt durch die Umgebung (Frischfutter, Gemüse, Hereintragen über Schuhe, …). Daher wäre bei der erstmaligen Verwendung von Nobivac Myxo-RHD Plus derzeit eine zusätzliche Impfung mit Filavacc nötig. Also wäre hierdurch aktuell kein Vorteil gewonnen.  

Tierärztliche Praxis
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